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<title>Kalte Progression</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Kalte Progression</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">

<p><b>Kalte Progression</b> ist die Steuermehrbelastung, die im zeitlichen Verlauf entsteht, wenn die <a href="Einkommensteuertarif#Tarifverlauf" title="Einkommensteuertarif">Eckwerte</a> eines <a href="Steuerprogression" title="Steuerprogression">progressiven Steuertarifes</a> nicht an die <a href="Preissteigerungsrate" class="mw-redirect" title="Preissteigerungsrate">Preissteigerungsrate</a> angepasst werden. Im weiteren Sinne wird darunter auch die Steuermehrbelastung verstanden, die dann eintritt, wenn die Tarifeckwerte nicht an die durchschnittliche Einkommensentwicklung angepasst werden. Dagegen gehört jene progressive Besteuerung, die lediglich auf die <a href="Einkommensverteilung" title="Einkommensverteilung">Einkommensunterschiede</a> zwischen den Steuerpflichtigen in ein und demselben <a href="Veranlagungszeitraum" title="Veranlagungszeitraum">Veranlagungszeitraum</a> abzielt, nicht zu diesem Sachverhalt.
</p><p>Der höheren Belastung der Steuerzahler stehen höhere Steuereinnahmen des Staates gegenüber.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Definition">Definition</h2></div>
<p>Zum besseren Verständnis muss zunächst zwischen zwei Begriffen unterschieden werden:
</p>
<ul><li><a href="Nominaleinkommen" title="Nominaleinkommen">Nominaleinkommen</a> (Das ist das in Geld bewertete Einkommen ohne Berücksichtigung der tatsächlichen Kaufkraft.)</li>
<li><a href="Einkommen#Inflationsbereinigung_des_Einkommens" title="Einkommen">Realeinkommen</a> (Das entspricht den Waren und Dienstleistungen, die man aufgrund der aktuellen Preise kaufen kann.)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kalte_Progression_im_engeren_Sinne">Kalte Progression im engeren Sinne</h3></div>

<p>Die kalte Progression im engeren Sinne ist die Steuermehrbelastung, die im Zeitablauf dann eintritt, wenn bei einem progressiven Einkommensteuertarif der <a href="Grundfreibetrag" class="mw-disambig" title="Grundfreibetrag">Grundfreibetrag</a> und die <a href="Einkommensteuertarif#Tarifverlauf" title="Einkommensteuertarif">Tarifkennlinie</a> nicht an die Preissteigerungsrate angepasst werden. In der nebenstehenden Grafik wird die relative Belastung durch die kalte Progression in Abhängigkeit von dem zu versteuernden Einkommen und der Inflation dargestellt. Die kalte Progression führt vor allem bei unteren und mittleren Einkommen zu einer relativ höheren Belastung durch die Einkommensteuer, wobei die Auswirkung am Endpunkt einer Progressionszone am höchsten ist.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Dabei besteht das Problem, einen Wert für die tatsächlich relevante Inflation zu ermitteln. Verschiedentlich wird unterstellt, staatliche Stellen würden die tatsächliche Inflation verschleiern und zu niedrige Werte veröffentlichen.<sup id="cite_ref-:1_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Abgesehen von der hier oft angeführten <a href="Hedonische_Methode" class="mw-redirect" title="Hedonische Methode">hedonischen Methode</a> und Umschichtungen im Warenkorb hängt die individuelle Teuerungsrate auch vom jeweiligen Konsumverhalten ab. Jemand mit geringem Einkommen hat ein anderes Konsumverhalten als jemand mit mittlerem oder hohem Einkommen. Anstelle der Annahme eines einzigen Wertes für die Preissteigerung über alle Einkommensklassen kann es daher sinnvoll sein, für die unterschiedlichen Einkommensgruppen auch unterschiedliche Inflationsraten zu verwenden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kalte_Progression_im_weiteren_Sinne">Kalte Progression im weiteren Sinne</h3></div>
<p>Von der kalten Progression im engeren Sinne wird in der Fachliteratur die kalte Progression im weiteren Sinne unterschieden.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dies ist die Steuermehrbelastung, die dann eintritt, wenn Grundfreibetrag und Tarifkennlinie nicht an die durchschnittliche Entwicklung des Nominaleinkommens angepasst werden. In diesem Fall wächst das Steueraufkommen stärker als die Bemessungsgrundlage. Darum wird die kalte Progression im weiteren Sinne auch <i>heimliche Steuererhöhung</i> genannt.
</p><p>Ob der Steuertarif regelmäßig an die nominale Einkommensentwicklung angepasst werden sollte, ist umstritten. Je nach Tarifstruktur könnte es als sinnvoll angesehen werden, Entlastungen stärker im unteren und mittleren Einkommensbereich zu konzentrieren.<sup id="cite_ref-DIW1_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-DIW1-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-IMK1_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-IMK1-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Missverständnisse"><span id="Missverst.C3.A4ndnisse"></span>Missverständnisse</h3></div>
<p>Eine Lohnerhöhung führt unter keinen Umständen dazu, dass nach einer Erhöhung des Bruttolohns der Nettolohn niedriger ist als vorher, auch wenn dieser Eindruck in der öffentlichen Diskussion, vor allem von Politikern und einigen Medien, immer wieder erweckt wird.<sup id="cite_ref-NDR_PANORAMA_7-0" class="reference"><a href="#cite_note-NDR_PANORAMA-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jedoch bewirkt die kalte Progression eine Verringerung des Realeinkommens, wenn die Einkommenssteigerung nach Steuerabzug nicht höher ist als die Inflationsrate. Daher wird dies teilweise als ein Problem der Einkommensentwicklung und nicht des Steuersystems gesehen. Einzelheiten können dem Abschnitt <a href="#Berechnung">Berechnung</a> entnommen werden.
</p><p>Eine Kompensation der kalten Progression führt nicht zwangsläufig zu Mindereinnahmen des Staates, wenn die Zunahme der Steuereinnahmen auf den reinen Ausgleich der Inflation beschränkt wird und die Einkommen entsprechend steigen. Ein Verzicht auf die Kompensation der kalten Progression führt dagegen bei steigenden Einkommen zu einer <i>heimlichen</i> Steuererhöhung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Abgrenzung_der_normalen_Progression_zur_kalten_Progression">Abgrenzung der normalen Progression zur kalten Progression</h3></div>
<p>Durch <a href="Steuerprogression" title="Steuerprogression">progressive Einkommensbesteuerung</a>, kurz <i>normale Progression</i> genannt, wird die <a href="Einkommensverteilung" title="Einkommensverteilung">Ungleichverteilung der Einkommen</a> mehr oder weniger stark vermindert. Das führt zu einer <a href="Umverteilung" title="Umverteilung">Umverteilung</a> durch eine stärkere Belastung <i>höherer</i> Einkommen. Die <i>normale Progression</i> zielt auf die Einkommensunterschiede zwischen den Steuerpflichtigen in <i>ein und demselben Veranlagungszeitraum</i> ab.
</p><p>Im Gegensatz hierzu führt die <i>kalte Progression</i> aber vor allem bei <i>unteren und mittleren</i> Einkommen zu einer relativ höheren Belastung. Die <i>kalte Progression</i> wirkt über die Veränderungen im <i>zeitlichen Verlauf</i>, besonders wenn diese über mehrere Jahre aufsummiert werden.
</p><p>In einer Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung wird gezeigt, dass die relative Belastung durch die kalte Progression an den jeweiligen Endpunkten der Progressionszonen am höchsten ist.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Mehrbelastung bei 1,5&nbsp;% Inflation bewegt sich im Brutto-Einkommensbereich von etwa 13.000 bis 75.000 Euro im Intervall von 0,15 bis 0,2 Prozent für das Jahr 2014.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Grafiken <a class="mw-selflink-fragment" href="#Entwicklung_in_Deutschland">in den Abschnitten weiter unten</a> zeigen diesen Sachverhalt in ähnlicher Weise bezogen auf das zu versteuernde Einkommen bei einer Preissteigerungsrate von 2&nbsp;% im Bezug auf den Verlust an Realeinkommen.
</p><p>Die <i>kalte Progression</i> führt also durch die unterbliebene Anpassung an die Preis- und Lohnentwicklung zu einer höheren Belastung der unteren und mittleren Einkommensbereiche, besonders über längere Zeitabschnitte betrachtet. Die Unterschiede zwischen den Steuerpflichtigen in <i>ein und demselben <a href="Veranlagungszeitraum" title="Veranlagungszeitraum">Veranlagungszeitraum</a></i> werden dann tendenziell immer geringer, was dem ursprünglichen Zweck der <i>normalen Progression</i> widerspricht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Berechnung">Berechnung</h3></div>
<p>Als Vergleichswert zur Beurteilung der Wirkung der „kalten Progression“ dient entweder ein Realeinkommensindex oder eine Änderungsrate (relative Änderung) im Vergleich zu einem früheren Bezugszeitpunkt (meist Vorjahr).
</p><p>Die <a href="Einkommen#Inflationsbereinigung_des_Einkommens" title="Einkommen">Änderung des Realeinkommens</a> (verursacht durch kalte Progression) wird folgendermaßen berechnet:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {\text{Einkommensindex}}{\text{Preisindex}}}-1={\frac {1+\Delta E_{nSt}}{1+\Delta P}}-1}">
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {\text{Einkommensindex}}{\text{Preisindex}}}-1={\frac {1+\Delta E_{nSt}}{1+\Delta P}}-1}</annotation>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/3dd1816a9db5f7d867e5b2fd8e3340255fe31cbd.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -2.171ex; width:50.049ex; height:5.676ex;" alt="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {\text{Einkommensindex}}{\text{Preisindex}}}-1={\frac {1+\Delta E_{nSt}}{1+\Delta P}}-1}" loading="lazy"></span></dd></dl>
<p>Dabei ist
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \Delta E_{R}}">
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<dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \Delta E_{nSt}}">
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<dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \Delta P}">
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<mstyle displaystyle="true" scriptlevel="0">
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \Delta P}</annotation>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/f6b96a223eb5eec6d7bee974542df2effaeff123.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -0.338ex; width:3.681ex; height:2.176ex;" alt="{\displaystyle \Delta P}" loading="lazy"></span> = Relative Änderung der Preise</dd></dl>
<dl><dt>Allgemeines Beispiel 1</dt>
<dd></dd></dl>

<p>In der nebenstehenden Grafik ist vereinfachend eine Inflation von 2&nbsp;% angenommen. Eine Steigerung des <a href="Nominaleinkommen" title="Nominaleinkommen">Nominaleinkommens</a> in Höhe der Inflationsrate führt in diesem Fall zu einer höheren Einkommensteuer, obwohl das <a href="Realeinkommen" class="mw-redirect" title="Realeinkommen">Realeinkommen</a> und damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen nicht gestiegen ist. Bei unverändertem Nominaleinkommen bleibt auch die Einkommensteuer unverändert, obwohl das Realeinkommen aufgrund der Inflation sinkt.
</p><p>Beispiel: Die Inflation betrage in einem Jahr 2&nbsp;Prozent. Ein Steuerpflichtiger erziele im selben Jahr einen Zuwachs des Nominaleinkommens vor Steuer<sup id="cite_ref-ZVE1_10-0" class="reference"><a href="#cite_note-ZVE1-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> von ebenfalls 2&nbsp;Prozent. Damit wäre ein Kaufkraftausgleich erreicht, wenn nicht wegen seines höheren Nominaleinkommens seine Steuerbelastung aufgrund des progressiven Tarifs anstiege. Nach Abzug der Mehrsteuer hat er trotz eines höheren Nominaleinkommens eine geringere Kaufkraft.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<dl><dt>Allgemeines Beispiel 2</dt>
<dd></dd></dl>
<p>Betrug das Einkommen nach Steuer (nominal) im letzten Jahr 10.000 Euro und im aktuellen Jahr 10.200 Euro, so beträgt die relative Änderung des Einkommens nach Steuer 2&nbsp;%. Haben sich auch die Preise um 2&nbsp;% erhöht, so gilt
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}02}{1{,}02}}-1=0}">
<semantics>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/950f7df8e19f61e44bbc574173f8f7ed1387ac44.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -2.338ex; width:21.463ex; height:5.843ex;" alt="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}02}{1{,}02}}-1=0}" loading="lazy"></span> (Realeinkommen bleibt gleich)</dd></dl>
<p>Ändert sich jedoch durch die Progressionswirkung (höherer Steuersatz) das Einkommen nach Steuer (nominal) im aktuellen Jahr nur auf 10.100 Euro (plus 1&nbsp;%), so entsteht ein Verlust an Kaufkraft:
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}01}{1{,}02}}-1=-0{,}009804\approx -0{,}98\,\%}">
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/3ae50efba5151c057d954e3fc0f1643902f08b66.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -2.338ex; width:42.257ex; height:5.843ex;" alt="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}01}{1{,}02}}-1=-0{,}009804\approx -0{,}98\,\%}" loading="lazy"></span> (Realeinkommen sinkt)</dd></dl>
<p>Es wäre jedoch falsch, zu glauben, man hätte durch <i>Verzicht auf die Lohnerhöhung</i> ein höheres Realeinkommen. Dann würde das Einkommen nach Steuer (nominal) auch im aktuellen Jahr nur 10.000 Euro betragen. Dann würde gelten
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}00}{1{,}02}}-1=-0{,}01961\approx -1{,}96\,\%}">
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<mo>−<!-- − --></mo>
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<mo>,</mo>
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<mn>96</mn>
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}00}{1{,}02}}-1=-0{,}01961\approx -1{,}96\,\%}</annotation>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/e1ccb6a229a976ded930316c43fd2d45144164cd.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -2.338ex; width:41.094ex; height:5.843ex;" alt="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}00}{1{,}02}}-1=-0{,}01961\approx -1{,}96\,\%}" loading="lazy"></span> (Realeinkommen würde noch stärker sinken)</dd></dl>
<p>Steigt das Einkommen nach Steuer (nominal) auf 10.400 Euro (plus 4&nbsp;%), so gilt dagegen
</p>
<dl><dd><span class="mwe-math-element mwe-math-element-inline"><span class="mwe-math-mathml-inline mwe-math-mathml-a11y" style="display: none;"><math xmlns="http://www.w3.org/1998/Math/MathML" alttext="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}04}{1{,}02}}-1=+0{,}01961\approx +1{,}96\,\%}">
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<mn>96</mn>
<mspace width="thinmathspace"></mspace>
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</mstyle>
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<annotation encoding="application/x-tex">{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}04}{1{,}02}}-1=+0{,}01961\approx +1{,}96\,\%}</annotation>
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</math></span><img src="./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/07c8defa72580fc84bc5d9d645d22f147d44149a.svg" class="mwe-math-fallback-image-inline mw-invert skin-invert" aria-hidden="true" style="vertical-align: -2.338ex; width:41.094ex; height:5.843ex;" alt="{\displaystyle \Delta E_{R}={\frac {1{,}04}{1{,}02}}-1=+0{,}01961\approx +1{,}96\,\%}" loading="lazy"></span> (Realeinkommen steigt)</dd></dl>
<p>Definitionsgemäß soll bei der Berechnung der Wirkung der „kalten Progression“ nur die <i>durch den Steuertarif verursachte</i> reale Einkommensänderung bestimmt werden. Änderungen des Bruttoeinkommens wirken sich nicht in gleicher Weise auf die Steuerbemessungsgrundlage<sup id="cite_ref-ZVE1_10-1" class="reference"><a href="#cite_note-ZVE1-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> aus, wenn sich beispielsweise Freibeträge im Zeitablauf ändern. Daher dürfen andere Effekte, die durch Änderung von Freibeträgen (Werbungskosten, Sonderausgaben, Vorsorgepauschale) oder Steuerermäßigungen (individuelle Abzugsbeträge direkt von der tariflichen Einkommensteuer) entstehen, nicht berücksichtigt werden.<sup id="cite_ref-IAW_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-IAW-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es sind nur diejenigen Berechnungsvorschriften anzuwenden, die direkt zum <a href="Einkommensteuertarif" title="Einkommensteuertarif">Einkommensteuertarif</a> gehören. Damit werden die Änderung des Steuerbetrages, des Einkommens nach Steuer und des Realeinkommens berechnet. Das folgende Beispiel soll das verdeutlichen:
</p>
<dl><dt>Allgemeines Beispiel 3</dt>
<dd></dd></dl>
<ul><li>Angenommen sei eine Preissteigerungsrate von 2&nbsp;%/Jahr.</li>
<li>Nominaleinkommen (2009) = 24.000 Euro/Jahr<sup id="cite_ref-ZVE1_10-2" class="reference"><a href="#cite_note-ZVE1-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Steuersatz (2009) = 19,8&nbsp;%<sup id="cite_ref-EST_A_13-0" class="reference"><a href="#cite_note-EST_A-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Steuersatz (2013) = 21,3&nbsp;% (bei Einkommenssteigerung um 2&nbsp;%/Jahr)</li></ul>
<p>In den folgenden Tabellen ist die Berechnung mit zwei verschiedenen Änderungen des Einkommens<sup id="cite_ref-ZVE1_10-3" class="reference"><a href="#cite_note-ZVE1-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> dargestellt. Sind Preissteigerungsrate und Löhnerhöhungsrate gleich groß, so kann man die „kalte Progression im engeren Sinne“ berechnen:
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center">
<caption>Kalte Progression im engeren Sinne
</caption>
<tbody><tr>
<th>Jahr</th>
<th>Änderung<br>Preise</th>
<th>Änderung<br>Einkommen<br>vor Steuer</th>
<th>Durchschnitt-<br>Steuersatz<sup id="cite_ref-EST_A_13-1" class="reference"><a href="#cite_note-EST_A-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></th>
<th>Einkommen<br>vor Steuer<br>(nominal)</th>
<th>Steuer-<br>betrag<br>(nominal)</th>
<th>Änderung<br>Steuer-<br>betrag</th>
<th>Einkommen<br>nach Steuer<br>(nominal)</th>
<th>Änderung<br>Einkommen<br>nach Steuer</th>
<th>Änderung<br>(real)
</th></tr>
<tr>
<td>2009</td>
<td></td>
<td></td>
<td>19,8&nbsp;%</td>
<td>24.000 €</td>
<td>4.745 €</td>
<td></td>
<td>19.255 €</td>
<td></td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>2010</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>20,1&nbsp;%</td>
<td>24.480 €</td>
<td>4.920 €</td>
<td>+3,69&nbsp;%</td>
<td>19.560 €</td>
<td>+1,58&nbsp;%</td>
<td>−0,41&nbsp;%
</td></tr>
<tr>
<td>2011</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>20,4&nbsp;%</td>
<td>24.970 €</td>
<td>5.098 €</td>
<td>+3,62&nbsp;%</td>
<td>19.872 €</td>
<td>+1,59&nbsp;%</td>
<td>−0,40&nbsp;%
</td></tr>
<tr>
<td>2012</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>20,9&nbsp;%</td>
<td>25.469 €</td>
<td>5.312 €</td>
<td>+4,20&nbsp;%</td>
<td>20.157 €</td>
<td>+1,44&nbsp;%</td>
<td>−0,55&nbsp;%
</td></tr>
<tr>
<td>2013</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>21,3&nbsp;%</td>
<td>25.978 €</td>
<td>5.532 €</td>
<td>+4,14&nbsp;%</td>
<td>20.446 €</td>
<td>+1,44&nbsp;%</td>
<td>−0,55&nbsp;%
</td></tr></tbody></table>
<p>Ist die Lohnerhöhungsrate größer als die Preissteigerungsrate, so handelt es sich um die „kalte Progression im weiteren“ Sinne. Hierbei gibt es unterschiedliche Meinungen, ob dieser Teil der Progression gewünscht oder unerwünscht ist.<sup id="cite_ref-DIW1_5-1" class="reference"><a href="#cite_note-DIW1-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<table class="wikitable" style="text-align:center">
<caption>Kalte Progression im weiteren Sinne
</caption>
<tbody><tr>
<th>Jahr</th>
<th>Änderung<br>Preise</th>
<th>Änderung<br>Einkommen<br>vor Steuer</th>
<th>Durchschnitt-<br>Steuersatz<sup id="cite_ref-EST_A_13-2" class="reference"><a href="#cite_note-EST_A-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></th>
<th>Einkommen<br>vor Steuer<br>(nominal)</th>
<th>Steuer-<br>betrag<br>(nominal)</th>
<th>Änderung<br>Steuer-<br>betrag</th>
<th>Einkommen<br>nach Steuer<br>(nominal)</th>
<th>Änderung<br>Einkommen<br>nach Steuer</th>
<th>Änderung<br>(real)
</th></tr>
<tr>
<td>2009</td>
<td></td>
<td></td>
<td>19,8&nbsp;%</td>
<td>24.000 €</td>
<td>4.745 €</td>
<td></td>
<td>19.255 €</td>
<td></td>
<td>
</td></tr>
<tr>
<td>2010</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>+4,0&nbsp;%</td>
<td>20,4&nbsp;%</td>
<td>24.960 €</td>
<td>5.095 €</td>
<td>+7,38&nbsp;%</td>
<td>19.865 €</td>
<td>+3,17&nbsp;%</td>
<td>+1,15&nbsp;%
</td></tr>
<tr>
<td>2011</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>+4,0&nbsp;%</td>
<td>21,3&nbsp;%</td>
<td>25.958 €</td>
<td>5.523 €</td>
<td>+8,40&nbsp;%</td>
<td>20.435 €</td>
<td>+2,87&nbsp;%</td>
<td>+0,85&nbsp;%
</td></tr>
<tr>
<td>2012</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>+4,0&nbsp;%</td>
<td>22,1&nbsp;%</td>
<td>26.997 €</td>
<td>5.972 €</td>
<td>+8,13&nbsp;%</td>
<td>21.025 €</td>
<td>+2,88&nbsp;%</td>
<td>+0,87&nbsp;%
</td></tr>
<tr>
<td>2013</td>
<td>+2,0&nbsp;%</td>
<td>+4,0&nbsp;%</td>
<td>22,9&nbsp;%</td>
<td>28.077 €</td>
<td>6.439 €</td>
<td>+7,82&nbsp;%</td>
<td>21.638 €</td>
<td>+2,91&nbsp;%</td>
<td>+0,90&nbsp;%
</td></tr></tbody></table>
<p>Da in diese Berechnungen drei variable Größen eingehen, gibt es auch drei Möglichkeiten, den Realeinkommensverlusten entgegenzuwirken:
</p>
<ul><li>Erhöhung der <a href="Einkommen" title="Einkommen">Einkommen</a> oder Änderung der <a href="Einkommensverteilung" title="Einkommensverteilung">Einkommensverteilung</a></li>
<li>Senkung der <a href="Verbraucherpreisindex" class="mw-redirect" title="Verbraucherpreisindex">Verbraucherpreise</a></li>
<li>Änderung des <a href="Einkommensteuertarif" title="Einkommensteuertarif">Tarifverlaufs</a></li></ul>
<p>Welche Maßnahme als die Beste anzusehen ist, wird in der politischen Auseinandersetzung jeweils kontrovers diskutiert. Dieser Artikel behandelt vorwiegend den Tarifverlauf.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beseitigungsmöglichkeit"><span id="Beseitigungsm.C3.B6glichkeit"></span>Beseitigungsmöglichkeit</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Allgemein">Allgemein</h3></div>
<p>Heimliche Steuererhöhungen durch kalte Progression können durch Anpassung des Einkommensteuertarifs an die <a href="Kaufkraft_(Konsum)" class="mw-redirect" title="Kaufkraft (Konsum)">Kaufkraftentwicklung</a> vermieden werden. Um eine ständige Diskussion um eine Anpassung zu vermeiden, schlagen einige Stimmen einen automatischen Anpassungsmechanismus vor (→&nbsp;<a href="Indexierung_(Wirtschaft)" title="Indexierung (Wirtschaft)">Indexierung</a>). So schlug beispielsweise das <a href="Institut_f%C3%BCr_Angewandte_Wirtschaftsforschung" title="Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung">Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung</a> eine Kopplung an die Preissteigerung oder an die Wachstumsrate des Volkseinkommens vor.<sup id="cite_ref-IAW_12-1" class="reference"><a href="#cite_note-IAW-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Einige Autoren nennen das einen „Tarif auf Rädern“.<sup id="cite_ref-SZ_HULVERSCHEIDT_14-0" class="reference"><a href="#cite_note-SZ_HULVERSCHEIDT-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei wird vom <a href="Bundesministerium_der_Finanzen" title="Bundesministerium der Finanzen">Bundesfinanzministerium</a> allerdings die Gefahr der Inflationsförderung gesehen.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Problem ließe sich auch durch die Abschaffung der <a href="Steuerprogression" title="Steuerprogression">Steuerprogression</a> lösen, beispielsweise durch die Einführung eines <a href="Flat-Tax" class="mw-redirect" title="Flat-Tax">Einheitssteuersatzes</a> oder einer <a href="Kopfsteuer" title="Kopfsteuer">Pauschalsteuer</a>, jeweils ohne <a href="Grundfreibetrag" class="mw-disambig" title="Grundfreibetrag">Grundfreibetrag</a>. Diese Vorschläge werden allerdings als sozial ungerecht kritisiert, da eine Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit durch die Einheitssteuer nicht ausreichend und durch die Pauschalsteuer überhaupt nicht erfolge.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Regierung der <a href="Vereinigtes_K%C3%B6nigreich" title="Vereinigtes Königreich">britischen</a> Premierministerin <a href="Margaret_Thatcher" title="Margaret Thatcher">Margaret Thatcher</a> führte Ende der 1980er Jahre in Großbritannien die Kopfsteuer community charge (besser bekannt als <i>poll tax</i>) ein. Jedoch weigerten sich 18 Millionen Briten, die Steuer zu bezahlen, und es kam zu gewalttätigen Protesten. Letztendlich war die <i>community charge</i> ausschlaggebend für die Krise und den Rücktritt der Regierung Thatcher. Sie wurde 1993 durch die Gemeindesteuer (council tax) ersetzt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entwicklung_in_Deutschland">Entwicklung in Deutschland</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Einkommensteuer_(Deutschland)#Entwicklung_des_Einkommensteuertarifs_seit_1958" title="Einkommensteuer (Deutschland)">Einkommensteuer (Deutschland)</a></i></div>
<p>Die Einkünfte in Deutschland hatten sich von 1975 bis 1989 verdoppelt, während der Eckwert von 130.020&nbsp;DM (66.480&nbsp;€), bei dem der <a href="Spitzensteuersatz" class="mw-redirect" title="Spitzensteuersatz">Spitzensteuersatz</a> von 56&nbsp;% zu wirken begann, gleich geblieben war. Dies bedeutete, dass immer mehr Steuerpflichtige in einen höheren Steuersatz „hineinwuchsen“. Ab 1990 wurde diese Situation durch Änderung des <a href="Einkommensteuertarif" title="Einkommensteuertarif">Tarifverlaufes</a> gemildert. Die Einführung eines <a href="Linear-progressiver_Tarif" title="Linear-progressiver Tarif">linear-progressiven Tarifes</a> beseitigte 1990 den so genannten „<a href="Mittelstandsbauch" class="mw-redirect" title="Mittelstandsbauch">Mittelstandsbauch</a>“. In den Folgejahren bis heute wurde dieser Verlauf jedoch immer wieder verändert.
</p><p>Von 1999 bis 2005 wurden die Einkommensteuersätze unter der Regierung Schröder/Fischer stark gesenkt (siehe folgende Diagramme). Seit 2004 gibt es durch den nur noch abschnittsweise linear-progressiven Tarif einen Knick, der in der politischen Diskussion teilweise wieder als „Mittelstandsbauch“ bezeichnet wird. Unter der Regierung Merkel/Steinmeier wurde dieser Verlauf bis 2008 für zu versteuernde Jahreseinkommen unter 250.000 Euro beibehalten. Für 2009 und 2010 wurde der Eingangssteuersatz auf 14&nbsp;% gesenkt, der Grundfreibetrag leicht auf 8.004 Euro und die oberen Eckwerte auf 52.881 Euro und 250.730 Euro erhöht (Tarif 2010). In den Jahren 2013 bis 2015 wurde lediglich der Grundfreibetrag erhöht, ohne den übrigen Tarifverlauf zu ändern. Für 2016 wurden neben dem Grundfreibetrag zwar auch die übrigen Eckwerte angepasst, dabei kamen jedoch unterschiedliche Faktoren zur Anwendung. So wurde beispielsweise der obere Eckwert lediglich um 1,48 Prozent auf 53.666 Euro angehoben, während die Anhebung beim Grundfreibetrag 2,12 Prozent betrug.
</p><p>Eine automatische Anpassung an die Inflationsrate gibt es nach wie vor nicht. Vielfach wird dazu ausgeführt, eine solche automatische Anpassung benötige keine „Gegenfinanzierung“, weil es hierbei lediglich darum gehe, über den reinen Inflationsausgleich hinaus keine weiteren Steuereinnahmen zu generieren. Stattdessen seien die Mehreinnahmen durch die kalte Progression jedes Jahr bei den Haushaltsplanungen fest eingeplant und Forderungen nach der Abschaffung der kalten Progression würden regelmäßig mit der sachlich unzutreffenden Forderung nach einer „Gegenfinanzierung“ abgeblockt.<sup id="cite_ref-:0_17-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Teilweise wird auch ausgeführt, de facto sei die kalte Progression seit 1991 in fast allen Fällen durch die Steuerpolitik deutlich überkompensiert worden.<sup id="cite_ref-IMK1_6-1" class="reference"><a href="#cite_note-IMK1-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im politischen Diskurs werde die kalte Progression daher häufig nur dazu missbraucht, um ganz allgemein Steuersenkungen zu fordern.<sup id="cite_ref-SZ_HULVERSCHEIDT_14-1" class="reference"><a href="#cite_note-SZ_HULVERSCHEIDT-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Beispiel „kalte Progression“ in Deutschland (Steigerungsrate 2&nbsp;%/Jahr für zvE<sup id="cite_ref-ZVE1_10-4" class="reference"><a href="#cite_note-ZVE1-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und Preise)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Eingangs- und Spitzensteuersätze seit 1958 (Umsatzsteuer zum Vergleich)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Einkommensteuertarifreform 1990 in Deutschland (Beseitigung des „Mittelstandsbauches“)</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Tarifverläufe von 1990 bis 2014 bei zvE<sup id="cite_ref-ZVE1_10-5" class="reference"><a href="#cite_note-ZVE1-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bis zu 30.000 Euro/Jahr (Tarifknick bei 13.469 Euro).</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Tarifverläufe von 1990 bis 2014 bei zvE<sup id="cite_ref-ZVE1_10-6" class="reference"><a href="#cite_note-ZVE1-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bis zu 70.000 Euro/Jahr (mit Beispiel).</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 215px">
<div class="thumb" style="width: 210px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Tarifverläufe von 1990 bis 2014 bei zvE<sup id="cite_ref-ZVE1_10-7" class="reference"><a href="#cite_note-ZVE1-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> bis zu 300.000 Euro/Jahr (mit Beispiel).</div>
</li>
</ul>
<p>Die <a href="Freie_Demokratische_Partei" title="Freie Demokratische Partei">FDP</a> forderte vor der <a href="Bundestagswahl_2009#Wahlprogramme_der_Parteien" title="Bundestagswahl 2009">Bundestagswahl 2009</a> die Einführung eines <a href="Stufentarif" title="Stufentarif">Stufentarifs</a> wie beispielsweise in Österreich, der aber für sich alleine das Problem der kalten Progression nicht löst. Der Gesetzgeber sollte deshalb verpflichtet werden, alle zwei Jahre den Steuertarif zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.<sup id="cite_ref-FDP1_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-FDP1-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-SZ_HULVERSCHEIDT_14-2" class="reference"><a href="#cite_note-SZ_HULVERSCHEIDT-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Nach einer Studie des Bundesfinanzministeriums betrug die jährliche Belastung im Jahr 2013 durch die kalte Progression infolge niedriger Inflation pro Kopf im Durchschnitt 16 Euro, 2014 wirke sie sich durch Erhöhung des steuerfreien Existenzminimums gar nicht aus. Dies werde auch für die beiden Folgejahre erwartet.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die folgende Tabelle stellt den zeitlichen Verlauf ausgesuchter Eckwerte im Verhältnis zum <a href="Durchschnittsentgelt" title="Durchschnittsentgelt">Durchschnittsentgelt</a> dar. Der Solidaritätszuschlag ist nicht eingerechnet. Dabei ist zu beachten, dass es sich beim Durchschnittsentgelt um einen Mittelwert von <i>Bruttoeinkommen</i> handelt, während die Tarifeckwerte das <i>zu versteuernde Einkommen</i> darstellen. Ein Vergleich ist daher nicht direkt möglich. Die folgende Tabelle zeigt somit nur einen Trend.
</p>
<table class="wikitable">
<tbody><tr>
<th>Jahr
</th>
<th>Durch-<br>schnitts-<br>entgelt<br>(West)<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Grund-<br>frei-<br>betrag<sup id="cite_ref-EST_D_21-0" class="reference"><a href="#cite_note-EST_D-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Anteil<br>des Grund-<br>freibetrags<br>vom Durch-<br>schnitts-<br>entgelt
</th>
<th>Ende der<br>Progressions-<br>zone<sup id="cite_ref-EST_D_21-1" class="reference"><a href="#cite_note-EST_D-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Grenz-<br>steuersatz<br>am Ende der<br>Progressions-<br>zone
</th>
<th>Ende der<br>Progressions-<br>zone relativ zum<br>Durchschnitts-<br>entgelt<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Progres-<br>sions-<br>breite<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Beitrags-<br>bemessungs-<br>grenze in der<br>Renten-<br>versicherung<br>(West)<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</th>
<th>Beitrags-<br>bemessungs-<br>grenze RV<br>relativ zum <br>Durchschnitts-<br>entgelt
</th></tr>
<tr>
<td align="center">1960 (DM)
</td>
<td align="right">6 101
</td>
<td align="right">1 680
</td>
<td align="center">28&nbsp;%
</td>
<td align="right">110 040
</td>
<td align="center">53&nbsp;%
</td>
<td align="center">18,04
</td>
<td align="center">65,50
</td>
<td align="right">10 200
</td>
<td align="center">1,67
</td></tr>
<tr>
<td align="center">1970 (DM)
</td>
<td align="right">13 343
</td>
<td align="right">1 680
</td>
<td align="center">13&nbsp;%
</td>
<td align="right">110 040
</td>
<td align="center">53&nbsp;%
</td>
<td align="center">8,25
</td>
<td align="center">65,50
</td>
<td align="right">21 600
</td>
<td align="center">1,62
</td></tr>
<tr>
<td align="center">1980 (DM)
</td>
<td align="right">29 485
</td>
<td align="right">3 690
</td>
<td align="center">13&nbsp;%
</td>
<td align="right">130 000
</td>
<td align="center">56&nbsp;%
</td>
<td align="center">4,41
</td>
<td align="center">36,23
</td>
<td align="right">50 400
</td>
<td align="center">1,71
</td></tr>
<tr>
<td align="center">1990 (DM)
</td>
<td align="right">41 946
</td>
<td align="right">5 616
</td>
<td align="center">13&nbsp;%
</td>
<td align="right">120 042
</td>
<td align="center">53&nbsp;%
</td>
<td align="center">2,86
</td>
<td align="center">21,38
</td>
<td align="right">75 600
</td>
<td align="center">1,80
</td></tr>
<tr>
<td align="center">1996 (DM)
</td>
<td align="right">51 678
</td>
<td align="right">12 095
</td>
<td align="center">23&nbsp;%
</td>
<td align="right">120 042
</td>
<td align="center">53&nbsp;%
</td>
<td align="center">2,32
</td>
<td align="center">9,92
</td>
<td align="right">96 000
</td>
<td align="center">1,86
</td></tr>
<tr>
<td align="center">2000 (DM)
</td>
<td align="right">54 256
</td>
<td align="right">13 499
</td>
<td align="center">25&nbsp;%
</td>
<td align="right">114 696
</td>
<td align="center">51&nbsp;%
</td>
<td align="center">2,11
</td>
<td align="center">8,50
</td>
<td align="right">103 200
</td>
<td align="center">1,90
</td></tr>
<tr>
<td align="center">2010 (EUR)
</td>
<td align="right">31 144
</td>
<td align="right">8 004
</td>
<td align="center">26&nbsp;%
</td>
<td align="right">52.882
<p><i>(250 731)</i><sup id="cite_ref-ERKL_KLAMMER_25-0" class="reference"><a href="#cite_note-ERKL_KLAMMER-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</td>
<td align="center">42&nbsp;%
<p><i>(45&nbsp;%)</i>
</p>
</td>
<td align="center">1,70
<p><i>(8,05)</i>
</p>
</td>
<td align="center">6,61
<p><i>(29,6)</i>
</p>
</td>
<td align="right">66 000
</td>
<td align="center">2,12
</td></tr>
<tr>
<td align="center">2016 (EUR)
</td>
<td align="right"><i>36 267</i><sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</td>
<td align="right">8 652
</td>
<td align="center">24&nbsp;%
</td>
<td align="right">53 665
<p><i>(254 447)</i><sup id="cite_ref-ERKL_KLAMMER_25-1" class="reference"><a href="#cite_note-ERKL_KLAMMER-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</td>
<td align="center">42&nbsp;%
<p><i>(45&nbsp;%)</i>
</p>
</td>
<td align="center">1,48
<p><i>(7,02)</i>
</p>
</td>
<td align="center">6,20
<p><i>(29,4)</i>
</p>
</td>
<td align="right">74 400
</td>
<td align="center">2,05
</td></tr></tbody></table>
<p>Die deutliche <a href="Grundfreibetrag_(Deutschland)" title="Grundfreibetrag (Deutschland)">Anhebung des Grundfreibetrags</a> im Jahr 1996 ist auf die Rechtsprechung des <a href="Bundesverfassungsgericht" title="Bundesverfassungsgericht">Bundesverfassungsgerichts</a> zurückzuführen.<sup id="cite_ref-BVerfGE87-153_27-0" class="reference"><a href="#cite_note-BVerfGE87-153-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seitdem schwankt der Grundfreibetrag in Relation zum <a href="Durchschnittsentgelt" title="Durchschnittsentgelt">Durchschnittsentgelt</a> nur noch in einem kleinen Korridor und entspricht auch fast wieder dem Verhältnis von 1960. Im Gegensatz dazu hat sich das Verhältnis vom Ende der Progressionszone zum Durchschnittsentgelt im Lauf der Jahre immer weiter verringert. Analog dazu hat auch die Breite der Progressionszone abgenommen. Verschiedene Quellen sehen darin eine Ursache für die kalte Progression.<sup id="cite_ref-:1_2-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-:0_17-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dabei ist jedoch nicht berücksichtigt, dass der Grenzsteuersatz am Ende der linearen Progressionszone von 53&nbsp;% auf 42&nbsp;% gesenkt worden ist, was eine steuerliche Entlastung bewirkte.<sup id="cite_ref-IMK1_6-2" class="reference"><a href="#cite_note-IMK1-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-STEUERMYTHEN1_29-0" class="reference"><a href="#cite_note-STEUERMYTHEN1-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung ist hier exemplarisch als ein weiterer Eckwert angeführt, der in einem engen Zusammenhang zur Lohnentwicklung steht. Offensichtlich erfolgt hier eine regelmäßige Anpassung, die sogar über die reine Adaption an die Lohnentwicklung hinausgeht.
</p><p>Die langjährige politische Debatte hat dazu geführt, dass Mitte 2015 der damalige Bundesfinanzminister Schäuble ankündigte, die kalte Progression ab dem Jahr 2016 regelmäßig zu dämpfen. Dem folgend wurde in allen Einkommensteuertarifen der Jahre 2016 bis 2022 die Verbraucherpreisinflation berücksichtigt. Schätzungen zufolge haben diese Tarifindexierung die Steuerzahler im Zeitraum 2016 bis 2021 um insgesamt rund 32 Mrd. Euro entlastet, wobei die Entlastungssummen Jahr für Jahr steigen (2016: geschätzt 1,4 Mrd. Euro, 2021: geschätzt 9,6 Mrd. Euro).<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Situation_in_Österreich"><span id="Situation_in_.C3.96sterreich"></span>Situation in Österreich</h3></div>


<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Einkommensteuer_(%C3%96sterreich)" class="mw-redirect" title="Einkommensteuer (Österreich)">Einkommensteuer (Österreich)</a></i></div>
<p>In Österreich gibt es im Einkommensteuerrecht einen <a href="Stufentarif" title="Stufentarif">Stufentarif</a> (stufig-progressiver Tarif), der ebenfalls eine kalte Progression auslösen kann. Diese ist an den Übergangsstellen zwischen den Stufen besonders hoch. Die Grafik rechts zeigt, dass die relativen Verluste am Realeinkommen im Bereich der Stufen höher sind als daneben. Das Problem muss hier durch eine geeignete Verschiebung der <a href="Tarifeckwert" class="mw-redirect" title="Tarifeckwert">Eckwerte</a> der Stufen gelöst werden.
</p><p>Mit 1. Jänner 2023 wurde die kalte Progression vorerst zu zwei Dritteln abgeschafft<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Um 2/3 der errechneten Inflation für den Zeitraum von Juli des vorangegangenen Jahres bis Juni des laufenden Jahres werden die Steuerstufen automatisch angepasst. Über die Verwendung des restlichen Drittels wird jährlich ein Gesetzesbeschluss entscheiden.
</p><p>Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer mit einem Jahres-Medianeinkommen (2021<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>) von 45.595 Euro brutto profitiert im Jahr 2023 mit 369 Euro.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> 2025 fiel der Entschluss teilweise diese Reform ab 2026 wieder zurückzunehmen um finanzielle Mittel für die Sanierung des Staatshaushaltes zu lukrieren.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Situation_in_der_Schweiz">Situation in der Schweiz</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→&nbsp;</span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Einkommensteuer_(Schweiz)" class="mw-redirect" title="Einkommensteuer (Schweiz)">Einkommensteuer (Schweiz)</a></i></div>
<p>In der Schweiz existieren seit 1985<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> rechtliche Bindungen des Gesetzgebers an einen periodischen Ausgleich der kalten Progression (<span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fedlex.admin.ch/de/search?collection=classified_compilation&amp;classifiedBy=101&amp;article=128">Art. 128 Abs.&nbsp;3 BV</a><span style="display:none"></span></span>, <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.fedlex.admin.ch/de/search?collection=classified_compilation&amp;classifiedBy=642_11&amp;article=39">Art. 39 DBG</a><span style="display:none"></span></span>). Sobald die kumulierte Teuerung 7&nbsp;Prozent über dem letzten Stand liegt, muss der Steuertarif angepasst sein.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seit 2010 wird die kalte Progression für die Bundessteuer jährlich ausgeglichen, was einige Kantone schon ehedem für die weitaus höhere Staatssteuer und die daran gekoppelte Gemeindesteuer taten.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ähnliche Regelungen zum Ausgleich der kalten Progression gibt es beispielsweise in Frankreich und in Kanada.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Situation_in_anderen_Ländern"><span id="Situation_in_anderen_L.C3.A4ndern"></span>Situation in anderen Ländern</h3></div>
<p>Auch in einigen anderen Staaten existieren verbindliche Regelungen zum Abbau der kalten Progression. Dabei werden der Einkommensteuertarif und wichtige Steuerabzugsbeträge regelmäßig an die allgemeine Preisentwicklung oder die durchschnittliche Einkommensentwicklung angepasst. Dieses Verfahren wird auch als Indexierung bezeichnet. Eine gesetzlich vorgeschriebene Indexierung des Einkommensteuertarifs gibt es beispielsweise in den USA, Kanada, Belgien, Dänemark und den Niederlanden.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Kalte_Progression?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Kalte Progression</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://lummert.net/steuer/est.php">Einkommensteuerrechner für Deutschland mit Jahresvergleich unter Berücksichtigung der Inflation</a> – historische Steuerformeln ab 1958</li>
<li>Claus Hulverscheidt: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kalte-progression-das-aufgepumpte-monster-1.1949606"><i>Kalte Progression – Das aufgepumpte Monster,</i></a> in: <i><a href="S%C3%BCddeutsche_Zeitung" title="Süddeutsche Zeitung">Süddeutsche Zeitung</a></i> vom 5. Mai 2014.</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.youtube.com/watch?v=5aoQFfqL1lo"><i>Kalte Progression einfach erklärt (Erklärvideo)</i></a> auf <a href="YouTube" title="YouTube">YouTube</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Thilo Schaefer: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_39531-544-1-30.pdf"><i>Einkommensteuer ohne kalte Progression.</i></a> Konrad Adenauer Stiftung, November 2014,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 9.&nbsp;August 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Einkommensteuer+ohne+kalte+Progression&amp;rft.description=Einkommensteuer+ohne+kalte+Progression&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.kas.de%2Fwf%2Fdoc%2Fkas_39531-544-1-30.pdf&amp;rft.creator=Thilo+Schaefer&amp;rft.publisher=Konrad+Adenauer+Stiftung&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-:1-2"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:1_2-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:1_2-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Andreas Marquart, Phillip Bagus: <cite style="font-style:italic">Warum andere auf Ihre Kosten reicher werden</cite>. 1. Auflage 2014. FinanzBuch, ISBN 978-3-89879-857-0, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>95<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>ff.,&nbsp;102<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>ff</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Kalte+Progression&amp;rft.au=Andreas+Marquart%2C+Phillip+Bagus&amp;rft.btitle=Warum+andere+auf+Ihre+Kosten+reicher+werden&amp;rft.edition=1.+Auflage+2014&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783898798570&amp;rft.pages=95ff%2C+102ff&amp;rft.pub=FinanzBuch" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Dirk Müller: <cite style="font-style:italic">Crashkurs</cite>. Taschenbuchausgabe Juni 2010 Auflage. Knaur, ISBN 978-3-426-78295-8, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>27<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>ff</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Kalte+Progression&amp;rft.au=Dirk+M%C3%BCller&amp;rft.btitle=Crashkurs&amp;rft.edition=Taschenbuchausgabe+Juni+2010&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=9783426782958&amp;rft.pages=27ff&amp;rft.pub=Knaur" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">W. Scherf: <i>Öffentliche Finanzen,</i> 2. Auflage, S. 297ff.</span>
</li>
<li id="cite_note-DIW1-5"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-DIW1_5-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-DIW1_5-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">vergleiche beispielsweise <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.395418.de/12-12.pdf"><i>DIW Wochenbericht,</i></a> Nr. 12/2012, Seite 20.</span>
</li>
<li id="cite_note-IMK1-6"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-IMK1_6-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-IMK1_6-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-IMK1_6-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">IMK-Report April 2014: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_93_2014.pdf">Abschnitt <i>Kalte Progression: Nüchterne Analyse geboten,</i></a> abgerufen am 16. Mai 2014.</span>
</li>
<li id="cite_note-NDR_PANORAMA-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-NDR_PANORAMA_7-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Vergleiche beispielsweise <a rel="nofollow" class="external text" href="http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/2014/kalteprogression101.html">ARD Panorama, Sendung vom 8. Mai 2014, 21:45 Uhr.</a> Die dort verwendete Formulierung „…&nbsp;und dann rutscht man im Steuersystem auch noch eine Stufe höher und hat damit weniger Geld in der Tasche als zuvor“ ist falsch.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Thilo Schaefer: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_39531-544-1-30.pdf"><i>Einkommensteuer ohne kalte Progression.</i></a> Konrad Adenauer Stiftung, November 2014,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 9.&nbsp;August 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Einkommensteuer+ohne+kalte+Progression&amp;rft.description=Einkommensteuer+ohne+kalte+Progression&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.kas.de%2Fwf%2Fdoc%2Fkas_39531-544-1-30.pdf&amp;rft.creator=Thilo+Schaefer&amp;rft.publisher=Konrad+Adenauer+Stiftung&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Thilo Schaefer: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_39531-544-1-30.pdf"><i>Einkommensteuer ohne kalte Progression.</i></a> Konrad Adenauer Stiftung, November 2014,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 9.&nbsp;August 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Einkommensteuer+ohne+kalte+Progression&amp;rft.description=Einkommensteuer+ohne+kalte+Progression&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.kas.de%2Fwf%2Fdoc%2Fkas_39531-544-1-30.pdf&amp;rft.creator=Thilo+Schaefer&amp;rft.publisher=Konrad+Adenauer+Stiftung&amp;rft.language=de">&nbsp;</span>, Abbildung 3-1: "Belastung durch die kalte Progression relativ zum Einkommen" auf Seite 8</span>
</li>
<li id="cite_note-ZVE1-10"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ZVE1_10-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ZVE1_10-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ZVE1_10-2">c</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ZVE1_10-3">d</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ZVE1_10-4">e</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ZVE1_10-5">f</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ZVE1_10-6">g</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ZVE1_10-7">h</a></sup></span> <span class="reference-text">Deutschland: „Zu versteuerndes Einkommen“; Österreich: „Einkommen“; Schweiz: „Steuerbares Einkommen“</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">BMF: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Steuern/Steuerarten/Einkommensteuer/Kalte_Progression/kalte-progression.html"><i>Kalte Progression: Progressiver Einkommensteuertarif</i></a> (Infografik)</span>
</li>
<li id="cite_note-IAW-12"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-IAW_12-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-IAW_12-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text"><style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261891140">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .webarchiv-memento a{color:inherit}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20140503114431/http://www.iaw.edu/tl_files/dokumente/iaw_kurzbericht_01_2008.pdf">Peter Gottfried, Daniela Witczak: <i>Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen der „heimlichen Steuerprogression“ und steuerpolitische Handlungsoptionen zur Entlastung von Bürgern und Wirtschaft.</i> Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, IAW-Kurzbericht 1/2008, 2008</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-position:center right!important;background-repeat:no-repeat!important}body.skin-minerva .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/OOjs_UI_icon_external-link-ltr-progressive.svg")!important;background-size:10px!important;padding-right:13px!important}body.skin-timeless .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a,body.skin-monobook .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/MediaWiki_external_link_icon.svg")!important;padding-right:13px!important}body.skin-vector .mw-parser-output .dewiki-iconexternal>a{background-image:url("./_mw_/Link.ernal-small-ltr-progressive.svg")!important;background-size:0.857em!important;padding-right:1em!important}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.iaw.edu%2Ftl_files%2Fdokumente%2Fiaw_kurzbericht_01_2008.pdf">Originals</a></span> vom 3. Mai 2014 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.iaw.edu/tl_files/dokumente/iaw_kurzbericht_01_2008.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.iaw.edu/tl_files/dokumente/iaw_kurzbericht_01_2008.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.iaw.edu</span> (PDF; 3,4&nbsp;MB)</span>
</li>
<li id="cite_note-EST_A-13"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-EST_A_13-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-EST_A_13-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-EST_A_13-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Einkommensteuertarif Österreich (seit 1. Jänner 2009), berechnet ohne Absetzbeträge</span>
</li>
<li id="cite_note-SZ_HULVERSCHEIDT-14"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-SZ_HULVERSCHEIDT_14-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-SZ_HULVERSCHEIDT_14-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-SZ_HULVERSCHEIDT_14-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Claus Hulverscheidt: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kalte-progression-das-aufgepumpte-monster-1.1949606"><i>Kalte Progression.</i></a> Das aufgepumpte Monster. Süddeutsche Zeitung, 5.&nbsp;Mai 2014,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 6.&nbsp;Mai 2014</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Kalte+Progression.&amp;rft.description=Kalte+Progression.&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.sueddeutsche.de%2Fwirtschaft%2Fkalte-progression-das-aufgepumpte-monster-1.1949606&amp;rft.creator=Claus+Hulverscheidt&amp;rft.publisher=S%C3%BCddeutsche+Zeitung&amp;rft.date=2014-05-05">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text"> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20100104103452/http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_53848/DE/Wirtschaft__und__Verwaltung/Steuern/Steuerschaetzung__einnahmen/005__Kalte__Progression.html"><i>Kalte Progression: Begriffsbestimmung,</i></a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> vom 4. Januar 2010 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) Bundesministerium der Finanzen, 1. April 2008.</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Ulrike_Herrmann" title="Ulrike Herrmann">Ulrike Herrmann</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://taz.de/Steuermodell-von-Paul-Kirchhof/!5117631/"><i>Steuermodell von Paul Kirchhof - Der Professor aus Heidelberg</i></a>, Die Tageszeitung vom 28. Juni 2011</span>
</li>
<li id="cite_note-:0-17"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-:0_17-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-:0_17-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">vgl. <span class="cite">Barbara Bültmann: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.stiftung-marktwirtschaft.de/uploads/tx_ttproducts/datasheet/Positionspapier_06_Kalte-Progression_2014_05.pdf"><i>Die kalte Progression: Dem Bürger lassen, was des Bürgers ist!</i></a> In: <i>stiftung-marktwirtschaft.de.</i> Stiftung Marktwirtschaft, Mai 2014,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 29.&nbsp;Juli 2015</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Die+kalte+Progression%3A+Dem+B%C3%BCrger+lassen%2C+was+des+B%C3%BCrgers+ist%21&amp;rft.description=Die+kalte+Progression%3A+Dem+B%C3%BCrger+lassen%2C+was+des+B%C3%BCrgers+ist%21&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.stiftung-marktwirtschaft.de%2Fuploads%2Ftx_ttproducts%2Fdatasheet%2FPositionspapier_06_Kalte-Progression_2014_05.pdf&amp;rft.creator=Barbara+B%C3%BCltmann&amp;rft.publisher=Stiftung+Marktwirtschaft&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-FDP1-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-FDP1_18-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20130613092759/http://www.fdp.de/files/565/Deutschlandprogramm09_Endfassung.pdf">FDP-Wahlprogramm 2009, Seite 6</a> (<span class="webarchiv-memento"><a href="Webarchivierung#Begrifflichkeiten" title="Webarchivierung">Memento</a></span> des <span class="dewiki-iconexternal"><a class="external text" href="https://redirecter.toolforge.org/?url=http%3A%2F%2Fwww.fdp.de%2Ffiles%2F565%2FDeutschlandprogramm09_Endfassung.pdf">Originals</a></span> vom 13. Juni 2013 im <i><a href="Internet_Archive" title="Internet Archive">Internet Archive</a></i>) <small class="archiv-bot"><span class="wp_boppel noviewer" aria-hidden="true" role="presentation"><span typeof="mw:File"><span title="i"></span></span></span>&nbsp;<b>Info:</b> Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</small><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://IABotmemento.invalid/http://www.fdp.de/files/565/Deutschlandprogramm09_Endfassung.pdf">@1</a></span><span style="display:none"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.fdp.de/files/565/Deutschlandprogramm09_Endfassung.pdf">@2</a></span><span style="display:none">Vorlage:Webachiv/IABot/www.fdp.de</span></span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/bundesfinanzministerium-kalte-progression-gibt-es-in-deutschland-derzeit-nicht-1.2262879"><i>Studie von Bundesfinanzministerium „Kalte Progression gibt es in Deutschland derzeit nicht“</i></a> bei SZ-Online vom 12. Dezember 2014.</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">vgl. <a href="Durchschnittsentgelt" title="Durchschnittsentgelt">Durchschnittsentgelt</a></span>
</li>
<li id="cite_note-EST_D-21"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-EST_D_21-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-EST_D_21-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">vgl. <a href="Einkommensteuer_(Deutschland)" title="Einkommensteuer (Deutschland)">Einkommensteuer (Deutschland)</a></span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Dieser Vergleich ist nur sehr eingeschränkt möglich, weil es sich beim Durchschnittsentgelt um einen Mittelwert von <i>Bruttoeinkommen</i> handelt, während die Tarifeckwerte das <i>zu versteuernde Einkommen</i> darstellen.</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">Ende der Progressionszone / Grundfreibetrag</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">vgl. <a href="Beitragsbemessungsgrenze" title="Beitragsbemessungsgrenze">Beitragsbemessungsgrenze</a></span>
</li>
<li id="cite_note-ERKL_KLAMMER-25"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-ERKL_KLAMMER_25-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-ERKL_KLAMMER_25-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Werte in Klammern stehen für den ab 2007 eingeführten zusätzlichen Spitzensteuersatz</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Das <a href="Durchschnittsentgelt" title="Durchschnittsentgelt">Durchschnittsentgelt</a> für 2016 ist vorläufig</span>
</li>
<li id="cite_note-BVerfGE87-153-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-BVerfGE87-153_27-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Erhöhung des Grundfreibetrages wegen verfassungswidriger Besteuerung des Existenzminimums, vgl. <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv087153.html">BVerfGE 87, 153 - Grundfreibetrag</a></span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Hans-Georg Jatzek: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.derhauptstadtbrief.de/cms/95-der-hauptstadtbrief-119/451-und-heimlich-steigt-die-steuerlast"><i>Und heimlich steigt die Steuerlast.</i></a> 16.&nbsp;Dezember 2013,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 2.&nbsp;August 2016</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Und+heimlich+steigt+die+Steuerlast&amp;rft.description=Und+heimlich+steigt+die+Steuerlast&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.derhauptstadtbrief.de%2Fcms%2F95-der-hauptstadtbrief-119%2F451-und-heimlich-steigt-die-steuerlast&amp;rft.creator=Hans-Georg+Jatzek&amp;rft.date=2013-12-16&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-STEUERMYTHEN1-29"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-STEUERMYTHEN1_29-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://steuermythen.de/wp-content/uploads/mythos_15.pdf#page=5">Steuermythen, Mythos 15, Seite 5f, Abbildung 6 und 7</a></span>
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<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.wirtschaftsdienst.eu/pdf-download/jahr/2021/heft/6/beitrag/abbau-der-kalten-progression-seit-2016-eine-zwischenbilanz.html"><i>Abbau der kalten Progression seit 2016 – eine Zwischenbilanz - Wirtschaftsdienst.</i></a> Juni 2021,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 26.&nbsp;Januar 2022</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Abbau+der+kalten+Progression+seit+2016+%E2%80%93+eine+Zwischenbilanz+-+Wirtschaftsdienst&amp;rft.description=Abbau+der+kalten+Progression+seit+2016+%E2%80%93+eine+Zwischenbilanz+-+Wirtschaftsdienst&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.wirtschaftsdienst.eu%2Fpdf-download%2Fjahr%2F2021%2Fheft%2F6%2Fbeitrag%2Fabbau-der-kalten-progression-seit-2016-eine-zwischenbilanz.html">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://bmf.gv.at/presse/pressemeldungen/2022/September/kalte-progression.html"><i>Regierung beschließt Abschaffung der kalten Progression.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 10.&nbsp;Februar 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Regierung+beschlie%C3%9Ft+Abschaffung+der+kalten+Progression&amp;rft.description=Regierung+beschlie%C3%9Ft+Abschaffung+der+kalten+Progression&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fbmf.gv.at%2Fpresse%2Fpressemeldungen%2F2022%2FSeptember%2Fkalte-progression.html&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/einkommen-und-soziale-lage/jaehrliche-personeneinkommen"><i>Jährliche Personeneinkommen.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 10.&nbsp;Februar 2023</span> (österreichisches Deutsch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=J%C3%A4hrliche+Personeneinkommen&amp;rft.description=J%C3%A4hrliche+Personeneinkommen&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.statistik.at%2Fstatistiken%2Fbevoelkerung-und-soziales%2Feinkommen-und-soziale-lage%2Fjaehrliche-personeneinkommen&amp;rft.language=de-AT">&nbsp;</span></span>
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<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://finanzrechner.at/kalte-progression"><i>Kalte Progression Rechner: Ersparnisprognose 2023.</i></a><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 10.&nbsp;Februar 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AKalte+Progression&amp;rft.title=Kalte+Progression+Rechner%3A+Ersparnisprognose+2023&amp;rft.description=Kalte+Progression+Rechner%3A+Ersparnisprognose+2023&amp;rft.identifier=https%3A%2F%2Ffinanzrechner.at%2Fkalte-progression&amp;rft.language=de">&nbsp;</span></span>
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</li>
</ol></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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